WIR



Herzlich willkommen auf den Internet-Seiten der Ev.-luth. Kirchengemeinde Gebhardshagen-Calbecht-Engerode in Salzgitter. Wir möchten Sie hier über einige Inhalte und Schwerpunkte unserer Arbeit informieren.

Diese Seiten sind noch im Entstehen, sollen aber in den kommenden Monaten weiter aufgebaut und ergänzt werden.

Seit dem Jahr 2017 sind die ehemals selbständigen Gemeinden Gebhardshagen, Calbecht und Engerode zu einer Kirchengemeinde fusioniert. Der Zusammenschluss erfolgte nach über 350 Jahren lockerer, am Ende immer engerer Zusammenarbeit der drei Gemeinden. Endgültig angeregt wurde die Fusion durch die seit einiger Zeit erfolgenden Strukturveränderungen (Bildung von „Gestaltungsräumen“) in unserer braunschweigischen Landeskirche.

Unsere Gemeinde gehört gebiets- und verwaltungsmäßig zur Propstei Salzgitter-Bad; dort liegt sie im Norden des Propsteigebietes und grenzt an die Propsteien Salzgitter-Lebenstedt (Salder, Lichtenberg) und Goslar (Gustedt, Steinlah).

In Gebhardshagen, dem größten Ort der Kirchengemeinde, wohnen z.Zt. 2800 Gemeindemitglieder, in Calbecht 190 und in Engerode 110.


Andacht zum Sonntag Judica, 29 März 2020

Liebe Leserin, lieber Leser,

auch am 29. März fallen die Gottesdienste in unserer Kirchengemeinde aus. Da Sie nicht zur Kirche kommen können, kommt erneut eine Andacht zu Ihnen nach Hause. Und so folgt nun eine Andacht zum heutigen Sonntag Judika.

                                         "Das eigentliche Exil Israels in Ägypten war es, dass sie es ertragen gelernt hatten."
                                                                                                                                               RABBI CHANOCH

 

Im ersten Kapitel des Exodusbuches wird geschildert, wie die Israeliten in Ägypten lebten. Josef hatte den Ägyptern einst geholfen, eine Hungernot zu überstehen. Die Israeliten kamen nach Ägypten und lebten mit den Ägyptern friedlich zusammen. Viele Jahre vergingen und mit der Zeit vergaßen die Ägypter, dass Josef ihnen einst das Leben gerettet hatte. Gleichzeitig vermehrte sich das Volk der Israeliten.

Der Pharao begann sich vor den Israeliten zu fürchten, denn sie wurden zu einem mächtigen Volk. Er hatte Angst, dass sie die Ägypter in einem Krieg besiegen könnten. Darum beschloss er Maßnahmen, die die Israeliten kleinhalten sollten. Er setzte Beamte über sie ein, die sie kontrollieren sollten und ihnen Zwangsarbeit auferlegten. Die Israeliten verloren ihre Bürgerrechte und wurden zu Sklaven. Ohne Erbarmen mussten sie Ziegel schleppen oder auf dem Feld arbeiten. Doch die Maßnahmen des Pharaos halfen nichts, denn die Israeliten nahmen trotz der Zwangsarbeit weiter an Bevölkerung zu. lm Gegenzug versuchte der Pharao umso grausamer sie durch unmenschliche Arbeiten zu unterdrücken.

Rabbi Chanoch hat über die Situation der Israeliten in Ägypten gesagt: "Das eigentliche Exil Israels in Ägypten war es, dass sie es ertragen gelernt hatten." Den Israeliten gelang es nach und nach, mit der neuen Situation der Unterdrückung zu leben. Mir gefällt besonders an dem Zitat, dass Rabbi Chanoch von einem Lernprozess spricht. Sie haben es erst lernen müssen, zu ertragen. Sie haben gelernt, mit dem zu Leben, was sie nicht ändern können. Und gleichzeitig haben sie nicht aufgehört, auf eine Veränderung zu hoffen. Am Ende hat Gott sie in ihrem Flehen erhört und sie aus der Gewalt der Ägypter befreit.

Ertragen lernen. Verzichten müssen. Die Passionszeit ist lange eine Fastenzeit gewesen. Heute machen viele bei der Aktion "7 Wochen Ohne" mit. Die Passionszeit ist die Zeit im Jahr, in der eingeübt wird, zu verzichten. Und auch die Corona-Krise verlangt genau das von uns: lernen zu verzichten.
Natürlich leben wir nicht in einem Unrechtsstaat wie die Israeliten in Ägypten, der unsere Freiheit einschränkt, um uns zu unterdrücken. Die aktuelle Einschränkung der Versammlungsfreiheit zielt vielmehr darauf, die Menschen zu schützen, die besonders schwer unter der Krankheit zu leiden hätten. Und um diese Menschen zu schützen sind wir alle gefragt. Auch mich ärgert es, wenn Corona-Partys gefeiert werden, oder wenn Menschen sich
bei schönem Wetter in größeren Gruppen versammeln. Wenn ich mich an den Satz von Rabbi Chanoch erinnere, ärgere ich mich schon etwas weniger. Verzichten muss gelernt werden. Deutschland befindet sich gerade in einem riesigen Lernprozess. Dabei lernen wir unterschiedlich schnell. Und leiden unterschiedlich stark unter den Maßnahmen, die zum Schutz aller ergriffen wurden. Es ist wichtig, dass wir die Regeln einhalten. Es ist aber auch wichtig, dass wir die Menschen unterstützen, denen das Einhalten der Regeln schwerfällt. Es fällt schwer, sich nicht mehr mit Freunden zu treffen, wenn man alleine lebt. Es ist furchtbar, wenn die Maßnahmen dazu führen, dass Arbeitsplätze gestrichen werden oder Selbstständige zahlungsunfähig werden. Helfen wir den Kranken, wo wir können. Und verlieren wir die Gesunden nicht aus dem Blick. Ich wünsche uns, dass wir mit dem Lernen nicht aufhören.

Bleiben Sie behütet.
Sebastian Schmidt, Vikar


Aus dem Veranstaltungskalender

1. Mai, 10.00 Uhr, Calbecht
Hofandacht bei Holzbergs

8. Mai, 18.00 Uhr, Heilig Kreuz
Lesung aus „Der Alpdruck“

Anlässlich der 75. Wiederkehr des 8. Mai 1945 liest die Evangelische Jugend Salzgitter-Gebhardshagen aus Hans Falladas Roman „Der Alpdruck“, der im Herbst 1947 erstmals erschienen ist. „Der Alpdruck“, heißt es in Besprechungen, „ist Symbol für das, was sich in Deutschland im Mai 1945 und in den Folgemonaten abspielte.“ Fallada beschreibt in diesem Roman, einem starken Buch über einen schwachen Menschen, die verworrene Zeit zwischen Krieg und Frieden in der mecklenburgischen Provinz und in Berlin.

Am Sonntag, den 10. Mai 2020, findet um 18.00 Uhr, Heilig-Kreuz-Kirche
Musikalische Rundreise um die Ostsee in der Heilig-Kreuz-Kirche
Am Sonntag, den 10. Mai 2020, findet um 18.00 Uhr das Debüt-Konzert des im August letzten Jahres neu gegründeten Streicherensembles Concertino Nuovo in unserer Heilig-Kreuz-Kirche statt. Das Ensemble, in dem sich Musikerinnen und Musiker aus dem Raum Salzgitter, Braunschweig, Wolfenbüttel, Goslar zusammengeschlossen haben, wird das Publikum mit seinem Programm aus weitgehend unbekannteren Werken der Streicherliteratur zu einer musikalischen Rundreise um die Ostsee einladen. So werden Kompositionen von J. Rosenmüller und G. Ph. Telemann (Deutschland), W. Lutoslawski (Polen), P. Vasks (Lettland), A. Glasunov und W. Kalinnikov (Russland) sowie J. Sibelius (Finnland) erklingen. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, um eine Spende zur Deckung der Unkosten wird am Ausgang gebeten. (Weitere Informationen unter www.concertino-nuovo.de)

16. Mai, von 9.30 bis 11.30 Uhr, Heilig Kreuz, Frauenfrühstück
Wir laden ganz herzlich ein zum Frauenfrühstück am 16. Mai 2020 von 9.30 bis 11.30 Uhr im Gemeindehaus von Heilig Kreuz, Am Festplatz. Das Thema dieses Frühstücks ist „Mein Frauenbild – mein Männerbild“ Anspruch und Wirklichkeit Wir wollen gemeinsam frühstücken und anschließend nach einem Impulsreferat Zeit zum Austausch haben.
Ich freue mich auf einen schönen Vormittag mit Ihnen!
Ihre Christiane Busch, Diakonin

Anmeldungen bis zum 10. Mai 2020 an
Christiane Busch, 05129 7155 oder
im Gemeindebüro unter 05341 70179

25. Mai, 20.00 Uhr, Heilig Kreuz
Das Lager Mühlberg – auch ein sowjetisches Speziallager.
Ein Vortrag von Reinhard Försterling

Anlässlich der 75. Wiederkehr des 8. Mai 1945 spricht der Autor Reinhard Försterling in einer öffentlichen Veranstaltung des Männerkreises über die sowjetischen Speziallager in der sowjetisch besetzten Zone. Am Beispiel des Lagers Mühlberg, in dem sein Großvater am 17. Mai 1948 starb, berichtet Försterling über die Geschichte dieser Lager, über das Unrecht, die Menschenverachtung, das Leid, das Sterben in ihnen.   

Vorankündigung: Paul Gerhardt – Leben und Werk
Der gemischte Chor daCapo aus Salzgitter unter der Leitung von Susanne Bisson lädt am Sonntag, den 28. Juni 2020, um 16.00 Uhr zu einem Konzert in die St. Petri-Kirche in Calbecht ein. Bekannte und weniger bekannte Texte dieses evangelischen Kirchenlieddichters des 17. Jahrhunderts in Sätzen von Bach, Crüger, Telemann, Händel, Pfiester und Graap werden zu hören sein, ergänzt um Informationen zum Leben des Theologen. Das Konzert, das den Titel „Wir sind nur Gast auf Erden“ trägt, wird das Ergebnis eines Musikprojekts sein, zu dem der Chor interessierte Sängerinnen und Sänger einlädt, die Lust verspüren, in einen Chor hineinzuschnuppern und einen gemeinsamen Auftritt mitzuerleben. Dazu sind vier Samstags-proben (30.05./06.06./13.06./20.06.2020) von jeweils 9:30-12:30 Uhr in der Heinrich-Albertz-Schule angesetzt. Der Kostenbeitrag beläuft sich auf 10 EUR. Weitere Informationen bei Susanne Bisson, Tel.: 05341-71141, E-Mail: bisson@gmx.de.